{"id":631,"date":"2013-11-07T12:00:58","date_gmt":"2013-11-07T10:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alsbachprinzessin.at\/zwickel\/?p=631"},"modified":"2013-11-06T18:14:25","modified_gmt":"2013-11-06T16:14:25","slug":"interview-mit-einem-kobe-schwein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alsbachprinzessin.at\/zwickel\/2013\/11\/07\/interview-mit-einem-kobe-schwein\/","title":{"rendered":"Interview mit einem K\u014dbe-Schwein"},"content":{"rendered":"<p>Die Ankunft des vergangene Woche aus Japan emigrierten Kobe-Schweins Haroshi am Wiener Zentralbahnhof sorgte in den \u00f6sterreichischen Medien f\u00fcr betr\u00e4chtliches Aufsehen. Der Hernalser Morgenpostillon traf sich mit Haroshi im Caf\u00e9 Landtmann zum Interview.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>HMP:<\/strong> Herr Haroshi, wie geht es ihnen?<\/p>\n<p><strong>Haroshi:<\/strong> Danke der Nachfrage, eigentlich ganz gut. Ein bisschen m\u00fcde vielleicht, die lange Reise, Sie wissen schon \u2026<\/p>\n<p><strong>HMP:<\/strong> In den vergangenen Tagen wurde in der \u00d6ffentlichkeit lebhaft \u00fcber Ihre Beweggr\u00fcnde, Japan zu verlassen, diskutiert. Lassen Sie mich raten: Fukushima?<\/p>\n<p><strong>Haroshi:<\/strong> Weit gefehlt! Wissen Sie, Erdbeben und Strahlenunf\u00e4lle sind in Japan ja so allt\u00e4glich wie hierzulande Korruptionsskandale oder inkompetente Finanzminister. Da regen wir Japaner uns schon gar nicht mehr auf \u2026<\/p>\n<p><strong>HMP:<\/strong> Jetzt machen Sie unsere Leser aber neugierig! Also: warum sind Sie hier?<\/p>\n<p><strong>Haroshi:<\/strong> Um es auf den Punkt zu bringen: die Nachbarn! Mein \u00e4u\u00dferst bescheidenes Appartement liegt ja direkt neben einem Kuhstall, und glauben Sie mir: diese hochn\u00e4sigen Kobe-Rinder h\u00e4lt die geduldigste Sau nicht aus! Das ist ein st\u00e4ndiges Rein und Raus, man kommt einfach nicht zur Ruhe. Erst der Masseur, dann der Personal-Coach, die Wellness-Crew, der Finanzberater, und die Typen mit dem Bier, das diese Rindviecher ja den ganzen Tag zu saufen bekommen. Und am Allerschlimmsten: das st\u00e4ndige Mozart-Ged\u00fcdel. Ohne den \u00d6sterreichern zu nahe treten zu wollen, aber: dass tut doch nicht not! Nichts gegen Mozart, aber hin und wieder mal ein bisschen Abwechslung, h\u00e4tte hier wahrscheinlich wahre Wunder f\u00fcr meinen Gem\u00fctszustand gewirkt. Spielt doch auch mal Led Zeppelin oder Lady Gaga oder wenigstens Andreas Gabalier, habe ich immer und immer wieder gequiekt, aber auf mich h\u00f6rt ja kein Schwein. Da sind soziale Spannungen nat\u00fcrlich an der Tagesordnung, und schlussendlich \u2026 nunja \u2013 Sie sehen es ja selbst!<\/p>\n<p><strong>HMP:<\/strong> Und warum gerade \u00d6sterreich? Warum Wien?<\/p>\n<p><strong>Haroshi:<\/strong> Im Grunde war diese Entscheidung vollkommen willk\u00fcrlich. Aber ich bereue sie nicht eine Sekunde lang. Das wirklich Fabelhafte an Wien ist die ausgesuchte H\u00f6flichkeit der Menschen hier. Gut, ich war speziell in den ersten Tagen nat\u00fcrlich extrem verwirrt, dass mich alle Leute mit \u201eGr\u00fc\u00df Gott, Herr B\u00fcrgermeister\u201c ansprachen, aber inzwischen habe ich mich daran gew\u00f6hnt, und es gef\u00e4llt mir.<\/p>\n<p><strong>HMP:<\/strong> \u00c4hm, Sie haben unseren B\u00fcrgermeister inzwischen pers\u00f6nlich kennengelernt?<\/p>\n<p><strong>Haroshi:<\/strong> Nein, dazu hatte ich leider noch keine Zeit. Der Medienrummel, Sie verstehen? Aber ich habe zwischenzeitlich ein Bild von ihm in einer Zeitung gesehen, und ich muss sagen: ein wirklich beeindruckender Mann!<\/p>\n<p><strong>HMP:<\/strong> Herr Haroshi, eine letzte Frage \u2013 wie geht\u2019s jetzt weiter?<\/p>\n<p><strong>Haroshi:<\/strong> Ich denke, dass ich in Wien bleiben werde. Dazu hat mir jedenfalls mein Agent geraten. Ich w\u00fcrde die Wiener Promi-Szene um eine ganz neue, hochseri\u00f6se Facette bereichern, das waren seine Worte, und mein Terminkalender gibt ihm da recht! Und jetzt muss ich mich entschuldigen, ich habe n\u00e4mlich in zwanzig Minuten einen Fototermin mit Conchita Wurst!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ankunft des vergangene Woche aus Japan emigrierten Kobe-Schweins Haroshi am Wiener Zentralbahnhof sorgte in den \u00f6sterreichischen Medien f\u00fcr betr\u00e4chtliches Aufsehen. 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