{"id":1073,"date":"2019-11-29T14:06:16","date_gmt":"2019-11-29T12:06:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alsbachprinzessin.at\/zwickel\/?p=1073"},"modified":"2019-11-29T14:06:18","modified_gmt":"2019-11-29T12:06:18","slug":"black-friday","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alsbachprinzessin.at\/zwickel\/2019\/11\/29\/black-friday\/","title":{"rendered":"Black Friday"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ich emp\u00f6re mich!<\/p>\n\n\n\n<p>Feinkostthekenbetreuerin Lintschi F. weigerte sich heute Morgen, selbst nach ausdr\u00fccklicher Nachfrage meinerseits, mir zu den beiden eben erworbenen Leberk\u00e4ssemmeln noch 20 Deka Grammelschmalz gratis ins Sackerl zu \u00fcberh\u00fcrden. Auch Trafikant Lambert G. zeigte sich meinem Hinweis gegen\u00fcber, es sei heute doch gottverdammt der wichtigste Konsumfeiertag des Jahres, und er solle jetzt gef\u00e4lligst noch 5 BIC Feuerzeuge zum Preis von einem r\u00fcberwachsen lassen, tendenziell uneinsichtig. Selbst Lieblingskellner Frantisek, ansonsten einer der gener\u00f6sesten Vertreter seiner Zunft, drohte mir auf meine Forderung nach einem zweiten Teller unentgeltlichen Schweinsbratenaufschnitts, gefolgt von einer Halbkilodreingabe Zwetschkenr\u00f6ster (aber pronto!) lediglich, mich mit einem nassen Fetzen auf die Stra\u00dfe zu jagen. Wie es mich d\u00fcnkt, ist das Konzept des \u201eBlack Friday\u201c noch nicht so ganz in der Hernalser Einzelhandelsszene angekommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Grund mehr, an dieser Stelle einen Lobgesang auf jene\nElektro- und Elektronikhandelskette anzustimmen, deren Name hier aus rechtlichen\nGr\u00fcnden nicht genannt werden darf. Nur so viel sei verraten: man kennt sie\nunter dem Namen des zweitgr\u00f6\u00dften Planeten unseres Sonnensystems, wobei davon ausgegangen\nwerden darf, dass namensrechtstechnisch wohl eher der Planet ein Problem haben\nd\u00fcrfte. Wie auch immer. Schon im Ansatz ist leicht erkennbar, dass bei jener\nKette einzig und allein der Konsument im Mittelpunkt s\u00e4mtlicher Anstrengungen\nrund um den Black Friday steht. Nicht nur wimmelt es in den Regalen von\nSonderangeboten f\u00fcr \u2026 nun ja \u2026 Elektro- und Elektronikwaren, nein, das ist noch\nnicht alles! Man bekommt beim Besuch einer der zahlreichen Filialen auch noch eine\nLehrstunde f\u00fcr die verschiedensten Kampfsportarten (Ringen, Boxen, Jiu Jitsu,\nusw.) gratis dazu! Nicht umsonst hat man sich \u2013 wahrscheinlich nach R\u00fcckblick\nauf die letzten Jahre \u2013 heuer f\u00fcr den knackigen Slogan \u201eZuschlagen oder schwarz\n\u00e4rgern!\u201c entschieden, um wild entschlossene und entsprechend durchtrainierte Konsumentinnen\nund Konsumenten in Divisionsst\u00e4rke in die Gesch\u00e4fte zu locken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich erspare ihnen, werte Leser, an dieser Stelle die\nminuti\u00f6se Schilderung all jener Heldentaten, nach deren Vollbringung ich mich\nnun als stolzer Besitzer eines um sage und schreibe 17% reduzierten Smart-TVs, Bildschirmdiagonale\n227cm, OLED UHD 4K, mit Transantennenquerfeldein-Receiver und\nUltrakombigew\u00e4chshausdimmung pr\u00e4sentieren darf. Das Pochen in meiner linken Schl\u00e4fe\nl\u00e4sst \u2013 im Augenblick in dem ich diese Zeilen zu Papier bringe \u2013 bereits ein\nwenig nach, und selbst das Stechen in meinen Rippen, das ich aber nur sp\u00fcre,\nsobald ich meine Heldenbrust stolz herausrecke, ist bei genauerem\nIn-sich-Hineinhorchen kaum mehr der Rede wert. Und sobald die Schwellung meines\nlinken Auges ein wenig zur\u00fcckgegangen ist, kann ich mir auch \u00fcberlegen, wo um Himmelswillen\nich diesen Fernseher montieren werde. Der Plafond meines Badezimmers b\u00f6te sich\nan. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich emp\u00f6re mich! Feinkostthekenbetreuerin Lintschi F. weigerte sich heute Morgen, selbst nach ausdr\u00fccklicher Nachfrage meinerseits, mir zu den beiden eben erworbenen Leberk\u00e4ssemmeln noch 20 Deka Grammelschmalz gratis ins Sackerl zu \u00fcberh\u00fcrden. 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