The Laundry/Dishwasher-Loop

Nichts ist dem routinierten männlichen Singleindividuum so fremd wie geordnete Haushaltsführung. Sie findet, um es auf den Punkt zu bringen, gar nicht, oder nur in geringem Maße statt und wird, so sie auszuufern droht, optimiert, vereinfacht oder im Extremfall auf folgende Aussage reduziert: „Ja, ich habe schon so etwas wie einen Haushalt!“.

Das Leben kann so entspannt sein. Wer kennt sie nicht – die natürlichen Regelkreisläufe, die unser Dasein auf so vorteilhafte Weise vereinfachen. So wandert Geschirr von der Spülmaschine auf den Couchtisch, vom Couchtisch wieder zurück in die Spülmaschine und so fort: Ein praktischer Endlosloop, der nicht nur entbehrliche Handgriffe des Einräumens in Küchenoberschränke, sondern gleichermaßen diese selbst einspart, da Stauraum nicht mehr benötigt wird. Eine Grundregel lautet ohnehin: Benutzt wird nur das in Umlauf befindliche Geschirr. Auf den Rest kann getrost verzichtet werden. Teure Esstische sind, so sie unnötigerweise überhaupt angeschafft werden, reine Dekoration. Das Epizentrum des täglichen Lebens sind Couch und Couchtisch.

Ähnlich verhält es sich mit der Schmutzwäsche, die in frisch gewaschenem Zustand von der Waschmaschine auf den Wäscheständer wandert, von dem man sich am nächsten Morgen gleich direkt ankleidet. Die Kleidung kommt dann abends vor dem Duschen wieder in die Waschmaschine und so weiter und so fort. Wäscheklammern sind in diesem Konstrukt ebenso unnütz, wie ein Bügeleisen. Das Geheimnis lautet: Im noch nassen Zustand gut ausschütteln und glatt streichen. Effizienz und Kostenoptimierung kann man also erlernen, und dieser berühmt-berüchtigte „Laundy/Dishwascher-Loop“ ist beim Single, der etwas von seinem Handwerk versteht, längst gängige Praxis. Achten Sie einmal darauf.

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