Der weibliche Imperativ

Männer! Fügen wir uns ins Unvermeidliche – zunächst harmlos anmutende Bemerkungen und Fragen sind eigentlich klar umrissene, wenn auch nicht auf den ersten Blick sich erschließende Befehle. Zumindest wenn sie von Frauen kommen:

  1. Elfengleich tänzelt die Dame Ihres Herzens durch das Schlafzimmer, bemerkt mit sanfter Stimme: „Du Schatzi, was frühstücken wir denn heut eigentlich?“. Verehrte Herren, die korrekte Antwort auf diese Frage, die gar keine ist, muss natürlich lauten: „Ich geh schnell zum Billa“,  während Sie die Wohnungstüre hinter sich zumachen. Denn ihre Frage bedeutet natürlich nichts anderes als: „Wir haben nichts zum Frühstück daheim. Geh einkaufen!“.
  2. Westautobahn – Sie schnalzen mit 160 auf der dritten Spur entlang. Ihre Beifahrerin: „Cooles Auto. Hat der eigentlich Seitenairbags?“ = „Fahr gefälligst langsamer!“
  3. „Ich fände es schön, wenn du so gegen halb acht da wärst. Ist dir das recht?“ = „Du kommst um halb acht. Keine Minute früher, keine Minute später“
  4. „Sollen wir heute vielleicht ins Kino gehen?“ = „Gehen wir heute ins Kino!“ (Es ist sowieso schon beschlossene Sache)
  5. „Ui, schau dir mal diese coolen Schuhe an“ = „Kreditkarte her!“ (Ok, der war platt, ich geb‘s ja zu)
  6. „Wir haben keinen Wein mehr“ (Jetzt sollten Sie wieder schleunigst in Ihre Schuhe springen)
  7. „Ich bring mal den Müll runter“ = „Bring den Müll runter!“
  8. „Jö, herzig das Butzi gell?“ = „Machen wir ein Kind“
  9. „Irgendwie so eine trockene Luft da drinnen, findest du nicht?“ = „Hol mir ein Glas Wasser“
  10. „Reden wir dann, ok?“  = „Schleich dich jetzt und komm so schnell nicht wieder“ (Man achte auf den Prohibitiv im zweiten Teil des Satzes).

Der Rest ist Schweigen. Was ich dann jetzt auch tue. (Natalie: „Ist der Text schon fertig?“ = „Schreib den Scheiß zu Ende und geh mit mir eine rauchen“)

 

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