Magister Zwickel

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Ganz egal, ob Schwarz, ob Weiß (7)

Das Slibowitzgambit Gerne würde ich an dieser Stelle eine Heldengeschichte erzählen. Etwas in der Art vom ermatteten Soldaten, der in allerhöchster Not mit seinem letzten Pfeil den feindlichen General niederstreckt und die längst verloren...

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Eigentlich

Eigentlich ist diese Sache mit den ganzen Füllwörtern ein sprachlicher Supergau. Wieso, frage ich mich, sagen wir eigentlich ständig „eigentlich“? Und das obwohl es eigentlich gar nicht eigentlich, sondern tatsächlich ist. Ich bin ja...

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Ganz egal, ob Schwarz, ob Weiß (6)

Die Ehre alter Männer In der Nacht schlafe ich wenig. Im Angesicht der bevorstehenden Schlacht klopft mein Herz bis zum Hals. Die Kapazunder hatten sich gestern noch mit den Jugos auf die Bedingungen des...

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Ganz egal, ob Schwarz, ob Weiß (5)

Gefahr aus dem Süden Die letzte Augustwoche zieht ins Land, als das Wunder passiert. Ich komme spät in den Donaupark, denn auf halbem Weg springt mir die Fahrradkette heraus, was mich locker eine halbe...

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Ganz egal, ob Schwarz, ob Weiß (4)

4. Ein Liebling sein Darf ein Wurm vom Himmel träumen? Die Rolle des bloßen Zuschauers bei den Schachspielern im Donaupark nagt an meiner dreizehnjährigen Seele wie der zwar versprochene, aber niemals stattgefundene Zungenkuss mit...

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Ganz egal, ob Schwarz, ob Weiß (3)

3. Der Unberührbare Eine Woche ist es her, dass ich den Tischtennispensionisten den Rücken gekehrt habe und bei den Schachspielern herumlungere. Ich bin ein Fahnenflüchtiger. Meine Freundschaft mit Lumpi Lamprecht hat einen herben Dämpfer...

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Ganz egal, ob Schwarz, ob Weiß (2)

2. Ein Hund brunzt Lumpi hat seinem Vater eine Packung Schnapskarten gefladert. Die braucht er, um unsere Fahrräder aufzufrisieren. Mit jeder Menge Tixo werden die Karten derart am Rahmen befestigt, dass sie beim Fahren...

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Ganz egal, ob Schwarz, ob Weiß (1)

1. Tischtennispensionisten (die Akazienkriege) Der Donaupark der 80iger Jahre – ein Eldorado für das gelangweilte transdanubische Arbeiterkind. Stundenlang lassen Lumpi Lamprecht und ich die Frisbeescheibe zwischen uns fliegen. Wir hetzen einander in der sommerlichen...

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Der Flaschengeist. Wunsch #1 (Trotteledition)

Es war einer dieser gloriosen freien Tage im April,  an denen mich die schüchterne Frühlingssonne im verspannten Redakteursnacken massierte, und mir die Nüchternheit dieser Schüchternheit einen dermaßen trockenen Gaumen verursachte, dass mir in meiner...

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Wie man keinen Beststeller schreibt

Ich habe es geschafft. Nach jahrelangen, jahrzehntelangen, mittlerweile zwei Jahrtausende überspannenden Bemühungen, habe ich mir selbst und meiner Umwelt bewiesen, dass es ein Kinderspiel ist, keinen Bestseller zu schreiben. Die Chronologie dieser letztlich in...

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